Evelyn Windisch

WissensWert

Zwingli

Reformation und persönlicher Glaube
Nach 1500 Jahren Kirchengeschichte gab es Reformbewegungen, die nach den Wurzeln fragten. Mit der Rückbesinnung der Reformatoren auf sola gratia, sola fide und solus Christus, öffnete sich für den Glaubenden der direkte Zugang zu Christus und der Neubegegnung mit dem liebenden Gott. Austausch, Ermutigung, Konfrontation, Erleichterung, Widerwort, Disputation und eine Menge Fragen taten sich auf: Wer bin ich vor Gott? Wer ist Gott für mich? Welche Worte und Bilder eröffnen mir einen freien Blick zu ihm hin? Wie kann ich unvermittelt zu ihm sprechen? Wie kann die Kirche mich in meinem Glaubenserleben begleiten? Der Klärungsbedarf war gross und tiefgreifend. Die Spurensuche dauert an und betrifft uns in unserem innersten Wesen. Es soll hier besonders um die seelischen Konsequenzen gehen, wenn Gottesbild, Selbsteinschätzung, Beziehungsgestaltung mit dem Göttlichen neu beschrieben werden und Ausdrucksformen entsprechend gewandelt werden.
Im Hinblick auf die angekündigten Jubiläumsanlässe: 500 Jahre Badener Disputation im Frühling 2026 – als Impuls für einen respektvollen Austausch in Zeiten von Polarisierung und globalen Krisen -, auch mit Vertretern der katholischen Kirche, könnte unser Anlass als Motivation zur Themensensibilisierung, zum gegenseitigen Verständnis und zur Vorbereitung besucht werden.

Vortrag und Gespräch:
Do. 6. Nov. 2025, 19.30-21.00 Uhr, Reformierte Kirche
Pfarrerin Britta Schönberger

Bereitgestellt: 05.11.2025      
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