Evelyn Windisch

Zäme sii

Uschi Waser<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-wuerenlos.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>125</div><div class='bid' style='display:none;'>2791</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>

Mit Uschi Waser: Vortrag über die Stiftung Naschet Jenische, die sich für Opfer des ehemaligen Hilfswerks
"Kinder der Landstrasse" einsetzt.
Ursula Maria Waser, geboren 1952, von Obervaz GR.
„Fecker! – Zigeunerin.“ Als die Gspänli ihrer Kollegin auf dem Schulweg unentwegt diesen „Schlötterlig“ anhängten, wurde Uschi Waser erstmals so richtig bewusst, dass sie wohl nicht zu dieser Gesellschaft dazugehörte. Damals war sie 12 Jahre alt.
Als «Kind der Landstrasse» wurde Uschi Waser aus Holderbank ihrer Jugend beraubt. Als Präsidentin der Stiftung Naschet-Jenische kämpft sie seit Jahrzehnten für die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte. Sie sass am runden Tisch, den der Bundesrat 2014 zur Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz vor 1981 eingesetzt hatte.
az-online.ch

Geschichte:
1926: Pro Juventute gründet das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse». Leiter wird Dr. Alfred Siegfried.
Das Ziel: Die jenischen Kinder zu «brauchbaren Gliedern» der Gesellschaft zu erziehen. 586 Kindswegnahmen sind dokumentiert. Fast 90 Prozent der Kinder stammen aus vier Kantonen: Graubünden, Tessin, St. Gallen und Schwyz. Drei Viertel der Kinder wachsen in Heimen und Anstalten auf. Die meisten Kinder können keine ordentliche Schulbildung absolvieren, noch weniger eine Berufsbildung machen.


1972: Die Zeitschrift «Der Schweizerische Beobachter» veröffentlicht erstmals einen kritischen Bericht über die Wegnahmen der Kinder aus fahrenden Familien und löst eine öffentliche Debatte aus.
1973: Öffentlicher Druck veranlasst Pro Juventute, das «Hilfswerk» aufzulösen.
1986: Bundespräsident Dr. Alphons Egli entschuldigt sich am 3. Juni 1986 bei den Betroffenen srf.ch
Dienstag, 18. Februar, 14.00 Uhr
Kirchgemeindehaus

Bereitgestellt: 06.02.2020     Besuche: 26 Monat 
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