Evelyn Windisch

Monatslied Februar

Berichte<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-wuerenlos.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>92</div><div class='bid' style='display:none;'>1945</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>

Halleluja, aus Drang und Enge brecht auf zum Herrn, bringt Lobgesänge!
Elena Dietrich,
Diese siegreiche Aufforderung zum Lobgesang stützt sich auf den Psalm 149 und wurde aus dem Genfer Psalter ins Reformierte Gesangsbuch übernommen. Diese Sammlung von Liedern geht auf den Reformator Jean Calvin zurück und war lange Zeit das ausschliessliche Repertoire im reformierten Gottesdienst, in der deutschen Übersetzung natürlich auch im Raum Zürich um Zwingli. Calvin erkannte das belebende Potential der Musik, fürchtete aber gleichzeitig, Tanzlust und Leidenschaft in den Menschen hervorzurufen. Er bestand auf schlichten, einfachen Rhythmen und Melodien; die Nummer 101 ist ein klassischer Vertreter dieses Stils.
"Ein Siegeslied von Gottes Volk können wir in unserem Weltverständnis kaum noch singen", schreibt Andreas Marti, Hymnologe und Kirchenmusiker in seinen Kurzkommentaren zum Reformierten Gesangsbuch, " Die moderne Liedfassung legt den 149. Psalm so aus, dass er auch in unsere Welt spricht: Es geht um Recht und Gerechtigkeit, deren Kriterium das Wohlergehen der „Schwachen und Kleinen“ ist. Und es geht um die gefährliche Gratwanderung, die dafür auch das Schwert in die Hand zu nehmen wagt."
Gerade in unserer Zeit, wo jeden Tag überall auf der Welt Gratwanderungen dieser Art bestritten werden, ist es wichtig, sich der Beweggründe und Konsequenzen bewusst zu sein.
So laden wir mit dem Singen dieses Liedes alle Gottesdienstfeiernden dazu ein, sich jeder persönlich seine Gedanken dazu zu machen.
Bereitgestellt: 11.02.2018     Besuche: 11 Monat 
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