Evelyn Windisch

Weltgebetstag

Titelbild Surinam 2018<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-wuerenlos.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>92</div><div class='bid' style='display:none;'>1944</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>

Herzliche Einladung
Eva Spühler,
Surinam? Schon einmal gehört?
Surinam ist ein Land; seine Amtssprache ist Niederländisch, da es eine ehemalige niederländische Kolonie ist. Es liegt … nein, nicht in Südostasien, sondern im Nordosten von Südamerika, zwischen Guyana und Französisch-Guayana. Im Süden grenzt Surinam an Brasilien. Das Land ist etwa viermal so gross wie die Schweiz, hat aber nur etwas mehr als eine halbe Million Einwohner und Einwohnerinnen, von denen ungefähr die Hälfte in der Hauptstadt Paramaribo an der Küste wohnt. Das Hinterland besteht zum grössten Teil aus Regenwald.
Surinam hat eine bewegte Geschichte, die geprägt ist von Sklavenwirtschaft und Kolonialismus. Für die Arbeit auf den Plantagen der Kolonialherren wurden Sklavinnen und Sklaven aus Afrika geholt, bis im Jahr 1863 die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde. Danach wurden sogenannte "KontraktarbeiterInnen" aus verschiedenen andern Kolonien, u.a. aus Indien, Indonesien und China, angesiedelt. Seit 1975 ist Surinam unabhängig mit weiterhin engen Beziehungen zu den Niederlanden. Aus dieser Geschichte entstand ein Völkergemisch, bei dem die jeweiligen Herkunftskulturen in gegenseitiger Toleranz noch gepflegt werden. Und so werden auch die verschiedenen Religionen (WintiKult, Hinduismus, Islam, Judentum und christliche Konfessionen) in friedlicher Koexistenz ausgeübt. Surinamische Frauen aus verschiedenen christlichen Kirchen haben für den Weltgebetstag vom 2. März 2018 einen Gottesdienst zusammengestellt, der auf der ganzen Welt von Frauen und Männern nach demselben Text in vielen Sprachen gefeiert wird.
Das Thema der diesjährigen Feier lautet "Gottes Schöpfung ist sehr gut"; als biblische Grundlage dient die Schöpfungsgeschichte im ersten Kapitel des Buches Genesis (1. Mose). Wie ein Refrain zieht sich das Thema in der Umgangssprache Surinams, Sranan-Tongo, durch den Gottesdienst: "A heri grontapu di Gado meki bun doro, dòro". In der Aktualisierung bedeutet das, dass wir die Schöpfung, sprich Umwelt, schützen sollen. Angesprochen werden konkrete Probleme wie Abfallentsorgung, aber auch die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch verantwortungslosen Holzschlag sowie illegalen Abbau von Gold und Bauxit.
Die Feier wird vom katholischen Kirchenchor musikalisch umrahmt.
Weltgebetstag 2. März 2018/19.30 Uhr, Ref. Kirche

Quelle Webseite Weltgebetstag www.wgt.ch
Bereitgestellt: 01.02.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch